Biogas – Funktionsweise


Der Prozess von der Biomasse über die Gasproduktion bis hin zur Strom- und Wärmeerzeugung:
Biomasse, wie Mais und Getreide, aber auch Pferdemist, Grünschnitt und Stroh können mittels Zerkleinerungstechnik aufbereitet und über die Gärsubstrateintragsschneckein den luftdichten Fermenter eingefüttert werden. 

Um eine möglichst große Gasausbeute erzielen zu können, wird das Substrat unter Lichtabschluss im Fermenter mit spezieller Rührwerkstechnik durchmischt. Der anaerobe Abbauprozess besteht im Wesentlichen aus vier Stufen: Hydrolyse, Versäuerungsphase, Essigsäurebildung und Methanogenese.

Bei einer mesophilen Betriebsführung mit einer Temperatur von 40-50 °C beginnt nun der anaerobe Abbau des Substrates zu Säuren, die von Methanbakterien in Methan umgewandelt werden. Dieser Temperaturbereich, in dem sich die Bakterien wohlfühlen kann über einen Güllewärmetauscher eingestellt werden. Das entstandene Biogas wird
über eine Gaskühlstrecke und einem Gaskondensatabscheider zu einem Blockheizkraftwerk geführt, anschließend klimaneutral verbrannt und in Strom und Wärme umgewandelt. 

Der entstandene nährstoff- und stickstoffreiche Gärrest kann vom Endlager aus, über eine Fassfüllstation, wieder auf die Felder ausgebracht werden.

Vorteile einer Biogasanlage

  • hohe Rendite: Stromproduktion mit hoher EEG-Vergütung, gesichert für 20 Jahre
  • Synergieeffekte: Wärme als Heizenergie nutzbar
  • Umweltfreundlich: Wärmeproduktion eines 75 kW BHKWs ersetzen ca. 20 l Heizöl pro Stunde